Emotionen transformieren
Es gibt kaum eine Sache, die Menschen so sehr belasten kann wie negative Emotionen. Das Spannende dabei ist, dass negative Emotionen an sich nicht einmal so unangenehm sind. Das, was den meisten Schmerz verursacht, ist der Widerstand gegen die Emotion.Wie kannst du jetzt also bestmöglich mit der Emotion der Angst umgehen?
Paradoxerweise brauchen wir die Angst, um sie zu überwinden. Es ist wie die lästige Gelse im Schlafzimmer. Wenn sie am Fenster sitzt, mag sie zwar ungefährlich erscheinen, aber sie könnte sich jederzeit unbemerkt an
dich ran schleichen und an deinem Blut saugen. Erst, wenn die Gelse auf deiner Haut landet, hast du die
Möglichkeit, sie zu erschlagen. Und genauso ist es mit der Angst. Nur wenn sie an die Oberfläche kommt, kannst du sie transformieren und integrieren.
Funktionsweise der Angst
Aus welchen Gründen auch immer schickt dir dein Nervensystem Angst. Es denkt, dass du in Gefahr bist und will dich mit den unangenehmen Empfindungen warnen. Wenn ein Säbelzahntiger vor dir steht, ist das eine berechtigte Funktion. Wenn du aber schweißgebadet im Bett liegst und an die morgige Prüfung denkst, ist die Gefahr nicht real und somit rein psychologisch. Man nennt diese Angst auch „psychologische Angst“.Diese Angst bezieht sich auf das, was passieren könnte. Wehren wir uns jetzt gegen die Angst oder fangen an, Dinge zu vermeiden oder holen uns ständig Rückversicherungen ein, zeigen wir dem Nervensystem, dass seine Signale richtig und wichtig sind, denn wir befolgen seine Anweisungen. Dadurch sinkt man immer mehr ein im Schlamm der Angst.Wie verhalten wir uns in dieser Situation richtig? Wir wollen genau das gegenteilige Zeichen senden. Wir wollen dem Nervensystem zeigen, dass wir uns aktuell nicht in Gefahr befinden. Natürlich könnte die Gefahr in der Zukunft real werden, das wäre durchaus möglich. Man könnte aber auch beim nächsten Gang zur Toilette stürzen, auf eine Kante knallen und sterben. Du hast nur keine Angst davor, weil du es unbewusst akzeptierst, dass es passieren könnte.
Darum beginnen wir jetzt mit dem Prozess, wie du dem Nervensystem zeigen kannst, dass seine Signale unberechtigt sind und als Folge es sich entspannen kann.
Ängste transformieren durch Fühlen und Hingabe
Wenn die Angst hochkommt, ist es wie die Mücke, die auf deinem Arm landet. Jetzt hast du die Möglichkeit zuzuschlagen.Im Falle der Angst bedeutet das:• genieße das Gefühl der Angst
• akzeptiere das Gefühl der Angst
• intensiviere das Gefühl der AngstWenn du dich der Angst ergibst, sie da sein lässt, fühlst, annimmst oder sogar intensivierst, gibst du deinem Nervensystem ein sehr starkes Zeichen. Nämlich, dass du nicht in Gefahr bist. Durch deinen fehlenden Widerstand wird dein Nervensystem irritiert sein und sich fragen:
„Wieso macht er nichts gegen die Angst?“„Vielleicht gibt es keine Gefahr, wenn er meine Signale nicht beachtet?“„Möglicherweise sende ich gerade Fehlsignale. Ich werde es noch eine Zeit lang probieren, ansonsten lasse ich meine Signale sein – dann war meine Reaktion wohl übertrieben.“
Die Emotionen und die Angst werden noch eine ganze Weile anhalten und unangenehm sein. Das Nervensystem wird sein Warnsignal nicht so schnell aufgeben und immer wieder versuchen, dich zurück ins Grübeln, Vermeiden und Rückversichern zu bringen.Deine Aufgabe ist es, innerlich ruhig im Auge des Sturms zu bleiben. Mit der Zeit werden die Ängste nachlassen. Das ist aber nicht das Ziel. Wir wollen uns nicht sofort besser fühlen.Unser Ziel ist es, dem Nervensystem zu zeigen, dass seine Reaktion übertrieben ist. Als reiner Nebeneffekt werden die Ängste mit der Zeit immer weniger werden. Bei starken Ängsten wird die Angst noch 100-mal hochkommen. Das ist ganz normal.Wichtig ist nur, dass du immer und immer wieder das Zeichen an das Nervensystem sendest, dass du nicht in Gefahr bist. Und das machst du, indem du die Emotion da sein lässt. Kein Grübeln, kein Rückversichern, kein Ablenken. Hinsetzen und die Emotion da sein lassen, ohne das Ziel zu haben, sich sofort besser fühlen zu wollen. Es ist keine Technik, die man schnell mal anwendet. Du musst dich mit deinem ganzen Körper der Emotion ergeben. Wenn du es aus der Intention heraus machst, dich dadurch sofort besser fühlen zu wollen, wird das dein Nervensystem bemerken und keine Veränderung wird stattfinden.
Merkmale beim Fühlen der Angst
Ist die Angst extrem unangenehm? -> Ja, ist sie
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Rutscht man ständig ins Grübeln zurück? -> absolut
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Fühlt es sich irgendwie falsch an, der Angst gedanklich nicht nachzugehen -> 100%
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Fragt man sich ständig, wann die Angst endlich schwächer wird? -> passiert gerade am Anfang
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Hat man auf die Emotionen keinen Bock, die hochkommen? -> Ja, es ist schlimmer als Staubsaugen
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Will man sich zwischendurch ständig ablenken oder greift zum Handy? -> wer hat das noch nicht getan?
All diese Dinge gehören dazu und sind normal. Lass dich davon nicht irritieren. Mit der Zeit wirst du immer besser und routinierter werden. So wie bei allen Dingen braucht Gut-Ding Zeit.
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Jakob
*um den Ton hören zu können, einfach das "Vergrößerungszeichen" rechts unten im Video anklicken und dann die Lautstärke erhöhen.



Einschränkung im Alltag: Von 4/10 auf 1/10
Angst vor Panik: Von 10/10 auf 3/10
Angst, dass Ängste nie wieder weg: Von 9/10 auf 1/10
Angst, durch Angst arbeitslos: 9/10 auf 1/10
Überwältigt von der Angst: Von 3/10 auf 0/10



Einschränkung im Alltag: Von 8/10 auf 2/10
Angst vorm Umkippen: Von 9/10 auf 5/10
Angst vor Herzinfarkt: Von 7/10 auf 1/10
Angst vor sozialer Ausgrenzung: 8/10 auf 0/10
Überwältigt von der Angst: Von 9/10 auf 2,5/10


Einschränkung im Alltag: Von 6,5/10 auf 2,5/10
Angst vor Ersticken: Von 8/10 auf 4/10
Angst vor dem Umkippen: Von 4/10 auf 2/10
Häufigkeit von Panikattacken: Von 4/10 auf 0/10
Überwältigt von der Angst: Von 7/10 auf 2/10


Einschränkung im Alltag: Von 8/10 auf 4/10
Unsicherheit unter Leuten: Von 8/10 auf 1/10
Vermeidungsverhalten: Von 9/10 auf 1/10
Häufigkeit von Panikattacken: Von 4/10 auf 2/10




